Die Nachhaltigkeit von Moso Bambus: vom Wachstum bis zum Recycling

Bambus ist einer der schnellst nachwachsenden Rohstoffe der Welt. Er absorbiert bindet während seines Wachstums große Mengen CO2. Mit gleichwertigen bzw. sogar besseren Eigenschaften als Hartholz ist Moso Bambus mehr als eine Alternative zum immer knapper werdenden tropischen Hartholz: Es ist die ideale, nachhaltige Lösung.

In den folgenden Abschnitt erläutern wir, weshalb Moso Bambus so nachhaltig ist. Dafür betrachten wir jede einzelne Phase des Lebenszyklus. Für weitere Hintergrundinformationen weisen wir gerne auf unsere Nachhaltigkeitsbroschüre hin.

Nachhaltigkeitsbroschüre

Moso Bambus:

die schnellst wachsende Pflanze der Welt!

Die Bambusart “Moso” gehört zu den schnellst wachsenden Pflanzen der Welt. Dieser Riesenbambus erreicht seine maximale Länge von 20 Metern innerhalb weniger Monate (mit einer Wachstumsgeschwindigkeit von bis zu einem Meter pro Tag während der Wachstumssaison!). Anschließend dauert es etwa 5 Jahre, bis der Stamm ‚erwachsen‘ ist und seine hervorragenden hartholzähnlichen Eigenschaften (Härte, Stärke, Stabilität) gebildet hat. Im Gegensatz dazu ist Hartholz oft erst nach 50-100 Jahren schlagreif. Dadurch wird es immer knapper und somit teurer.

Nachhaltigkeit leaflet

Können Sie sich eine Wachstumsgeschwindigkeit
von 1 Meter pro Tag vorstellen?

Nachhaltige Bambus-Forstwirtschaft

Eine Bambuspflanze besteht aus mehreren Stämmen (Rohre). Jedes Jahr wachsen neue Sprossen hinzu. Im Allgemeinen können in nachhaltig bewirtschafteten Plantagen oder Forsten jedes Jahr 20-25% der Stämme geschlagen werden. Durch die schnelle Bildung neuer Stämme nimmt ihre Anzahl pro Hektar dabei nicht ab! Aufgrund der selektiven Abholzung lebt die Pflanze also weiter und es findet per Definition kein Kahlschlag statt. Im Gegenteil: Mit dem Schlagen der ‚erwachsenen‘ Stämme verbessert sich nicht nur der Ertrag, sondern die Qualität des Bambus-Bestandes nimmt sogar zu.

FSC®-Zertifizierung

FSC® ist weltweit als das beste und strengste Zertifizierungssystem für nachhaltige Forstwirtschaft. Das Label wurde entwickelt, um die kontinuierliche Vernichtung von Wäldern weltweit zu bekämpfen. Für das Riesengras Bambus mit seinem jährlichen Erntezyklus ist diese Zertifizierung eigentlich nicht erforderlich. Ohne FSC®-Label würde Bambus jedoch von den Bauprojekten ausgeschlossen, bei denen explizit danach verlangt wird. Seit 2008 ist Bambus im FSC®-System. MOSO war eines der ersten Unternehmen mit einer Zertifizierung.

Verantwortungsvolle Produktion

MOSO ist aber nicht nur eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft sehr wichtig. Auch während der Produktion stehen Mensch und Umwelt im Fokus. Aus diesem Grund fertigen wir auf Produktionsanlagen, die sowohl die strengsten Qualität-Normen (ISO 9001) erfüllen als auch den höchsten Sozial- und Umweltbedingungen (ISO 14001 und FSC®) entsprechen.

Gesundes Raumklima – niedrige Emissionen

Ein gesundes Raumklima ist extrem wichtig. Bambus ist zwar ein natürliches Material, doch zum Verleimen und Veredeln sind Zusatzstoffe (Lack, Öl, Wachs etc) erforderlich. Sie können gesundheitsschädliche Bestandteile wie Formaldehyd erhalten, die unter Umständen aus dem Endprodukt entweichen. In Europa und Nordamerika gelten sehr strenge Normen, um die Emissionen dieser so genannten ’flüchtigen organischen Verbindungen’ (VOC) zu regulieren. So sind in Europa die Emissionen von Formaldehyd durch die Norm EN-717 stark begrenzt. Produkte, deren Emissionswerte dieser Norm entsprechen (also niedriger sind) sind mit ‘E1’ gekennzeichnet. Alle MOSO Produkte entsprechen mindestens dieser Norm – einige sogar der strengsten: E0, kein Formaldehyd nachweisbar! Zudem sind alle MOSO® Bambusböden nach der französischen Klassifizierung für emissionsflüchtige organische Verbindungen (VOCs) mit A und A+ eingestuft: die bestmögliche Klassifizierung!

Garantierte Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit im Sinne von “Lebensdauer” ist ein wichtiger, doch manchmal etwas vernachlässigter Aspekt. Denn: Je länger die Lebensdauer eines Produktes ist, desto weniger wird die Umwelt infolge eines notwendigen Ersatzes belastet. Dank ihrer hervorragenden Qualität sowie ihrer hohen Widerstandsfähigkeit, Dichte und Stabilität sind MOSO Bambusprodukte sehr langlebig und daher auch in diesem Sinne sehr nachhaltig!

Zertifizierung

Hervorragend zu recyceln

Natürlich hoffen wir, dass Sie Ihr MOSO Produkt sehr lange nutzen, doch irgendwann ist die Lebensdauer zu Ende. Dann ist es gut zu wissen, dass sich Bambus problemlos recyceln lässt, zum Beispiel zur Herstellung von Spanplatten. Eine andere Option ist die Verbrennung in einem Biomasse-Kraftwerk zur Gewinnung von grüner Energie. So muss weniger auf fossile Brennstoffe zurückgegriffen werden.

Zusammengefasst:
die Ökobilanz und der CO2-Fußabdruck

“Diese ganzen Informationen sind ja interessant, aber wie ‘grün’ ist Bambus nun tatsächlich im Vergleich zu anderen Materialien?”, fragen Sie sich jetzt vielleicht. Zum Glück gibt es unterschiedliche, wissenschaftlich untermauerte, unabhängige Prüfmethoden, um den exakten Einfluss eines Materials auf die Umwelt über während seines gesamten Lebenszyklus zu messen. Diese Methoden – wie z.B. die Lebenszyklusanalyse (LCA) – berücksichtigen alle relevanten Umweltfaktoren in ihrer Beurteilung; beispielsweise wie giftig ein Produkt ist, welche und wie viele Rohstoffe abgebaut bzw. verbraucht und wie viel Treibhausgase gebunden oder freigesetzt werden (CO2-Fußabdruck). Offizielle LCA-Analysen gemäß ISO 14040/44 der Technischen Universität Delft belegen, dass alle massiven MOSO Produkte während ihres gesamten Lebenszyklus CO2-neutral oder besser sind. Die wichtigsten Gründe hierfür sind das schnelle Wachstum von Bambus, die Vergrößerung der Bambusanbauflächen in China und die nützliche Verbrennung am Ende des Lebenszyklus zur Gewinnung von Energie. Aus diesem Grund leisten MOSO Bambus-Produkte im Rahmen der wichtigsten Zertifizierungssysteme für nachhaltiges Bauen, wie LEED und BREEAM, einen großen Beitrag.

weitere Informationen zur CO2-Fußabdruck